Stream Deck + Test: Lohnt sich das Touchscreen-Modell?

Das Elgato Stream Deck Plus erweitert die klassische Stream-Deck-Familie um Drehregler — ein scheinbar kleiner Unterschied, der im Stream-Setup einen großen Workflow-Effekt hat. Wir vergleichen mit dem klassischen Stream Deck MK.2 und ordnen ein, wann das Plus die rationale Wahl ist.

Was das Plus anders macht

Drei Hauptunterschiede gegenüber Stream Deck MK.2:

4 Drehregler. Unter den 8 LCD-Tasten sitzen 4 Drehknöpfe mit eigenem kleinen Display. Lautstärke, Brush-Größe in Photoshop, Audio-Mix-Levels — alles über Drehung statt Tasten-Druck.

Touch-Display-Streifen. Über den Drehreglern ein Touch-Display. Erlaubt Wisch-Gesten und kontextuelle Anzeigen — in OBS z.B. die aktuelle Szene plus Audio-Pegelmeter.

Stream Deck Plus kostet 200–250 Euro gegenüber 150 Euro für MK.2. Für Power-User in OBS-Workflows oft der Aufpreis wert.

Wer profitiert vom Plus

Streamer mit Multi-Audio-Setup. Wer Mikrofon, Spielsound, Discord, Spotify parallel mischt: Drehregler erlauben Echtzeit-Anpassung ohne Knopf-Druck-Kombinationen.

Photoshop- und Lightroom-Nutzer. Brush-Größe, Opacity, Belichtung über Drehregler steuern — schneller als per Maus oder Tastatur.

Audio-Profis mit DAW. Logic Pro, Ableton, Reaper unterstützen Stream Deck Plus für Track-Volume, Pan, EQ-Anpassung.

Wer das klassische Modell behalten kann

Wer hauptsächlich OBS-Szenen wechselt und ein paar Macros nutzt: Das MK.2 reicht. Drehregler werden nicht gebraucht.

Wer im Setup wenig Platz hat: Das Stream Deck Mini (6 Tasten) oder MK.2 (15 Tasten) ist kompakter. Plus benötigt mehr Tischfläche.

Wer Preis als Hauptkriterium hat: 50 Euro Differenz für Drehregler ist nicht für jeden gerechtfertigt.

Was beide gleich gut machen

Beide nutzen die identische Stream-Deck-Software. Plugin-Ökosystem ist identisch. OBS, Discord, Spotify — alles funktioniert auf beiden gleich.

Beide haben hochwertige Verarbeitung und mehrjährige Garantie. Beide funktionieren plug-and-play unter Windows und macOS.

Empfehlung

Für Power-User mit Audio-Mixer-Bedarf: Stream Deck Plus. Die Drehregler sind im Alltag wertvoller als reine Tasten.

Für Standard-Streamer ohne Audio-Multi-Channel: Stream Deck MK.2. Macht 90 Prozent dessen, was Plus leistet, für 50 Euro weniger.

Stream Deck XL (32 Tasten) ist die Alternative für Streamer mit sehr vielen Macros. Aber ohne Drehregler.

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